KOSPI fällt unter 5000 Punkte nach dem Verkauf von KI-Aktien in den USA

Am 6. November 2026 fiel der südkoreanische Aktienindex KOSPI unter 5000 Punkte aufgrund eines Ausverkaufs von Technologiewerten in den USA. Nur drei Minuten nach Handelsbeginn fiel der Index um 8,52 % auf 4924,61 Punkte, was eine automatische 20-minütige Handelsunterbrechung auslöste. Bis zum Ende der Sitzung erholte sich der KOSPI auf 5059,69 Punkte und verringerte den täglichen Rückgang auf 6,02 %.
Der Markt stand unter dem größten Druck von den Halbleiterherstellern SK Hynix und Samsung Electronics. Während des morgendlichen Ausverkaufs fielen die Aktien von SK Hynix um 11,71 % auf 1.116.000 Won, während Samsung Electronics um 9,98 % auf 181.400 Won sank. Bis zum Handelsschluss hatten die Aktien der Unternehmen um 10,44 % bzw. 6,35 % nachgegeben.
US-Aktienausverkauf beeinflusst asiatische Märkte
Dem Fall des KOSPI ging eine scharfe Korrektur am US-Aktienmarkt am 5. November voraus. Der S&P 500 Index verlor 4,36 %, der Nasdaq Composite fiel um 5,52 % und der Philadelphia Semiconductor Index stürzte um 12,25 % ab, was den größten Tagesverlust seit März 2020 markiert.
Einer der Druckfaktoren waren die Bedenken der Investoren über mögliche Beschränkungen beim Bau von Rechenzentren in den USA nach den Zwischenwahlen. Marktteilnehmer spekulierten, dass regulatorische Änderungen die Ausgaben von Technologieunternehmen für Infrastrukturen der künstlichen Intelligenz (KI) beeinflussen könnten.
Zusätzlicher Druck auf den Sektor kam vom Gewinnbericht des amerikanischen Chipherstellers Qualcomm. Der Umsatz des Unternehmens aus dem Verkauf von Smartphone-Prozessoren fiel um 26 % auf 5,14 Milliarden Dollar und verfehlte die Erwartungen der Analysten.
Südkoreanische Halbleiterhersteller sind empfindlich gegenüber solchen Veränderungen. SK Hynix ist einer der größten Lieferanten von Hochgeschwindigkeitsspeichern (HBM), die in KI-Beschleunigern verwendet werden. Zusammen mit Samsung Electronics macht das Unternehmen einen bedeutenden Teil der Marktkapitalisierung des KOSPI aus.
Börse stoppt Handel aufgrund von KOSPI-Rückgang
Die Korea Exchange aktivierte um 09:03 Uhr Ortszeit die erste Stufe ihres Schutzmechanismus. Die Regeln sehen eine 20-minütige Handelsunterbrechung vor, wenn der KOSPI mindestens 8 % unter dem vorherigen Schlusskurs bleibt.
Um 09:06 Uhr löste auch die KOSDAQ-Technologieplattform einen Mechanismus aus, um den Programmhandel zu begrenzen. Die automatische Ausführung von Verkaufsaufträgen wurde für 5 Minuten pausiert.
Der Druck auf den koreanischen Markt verstärkte sich am 5. November, als der KOSPI um 5,28 % auf 5383,80 Punkte fiel. Laut der Korea Exchange verkauften ausländische Investoren während dieser Sitzung Aktien im Wert von mehr als 3,4 Billionen Won.
Der Rückgang betraf auch Japan. Der Nikkei 225 Index beendete den Handel am 6. November mit einem Rückgang von 5,96 % auf 57.434,77 Punkte.
Trotz der teilweisen Erholung des KOSPI bis zum Handelsschluss markierte der 6. November die zweite aufeinanderfolgende Sitzung mit einem starken Rückgang für den südkoreanischen Markt. Halbleiterhersteller blieben unter den am stärksten betroffenen Unternehmen angesichts der Bedenken über zukünftige Ausgaben für KI-Infrastrukturen.
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