Arthur Hayes warnt vor Bitcoin-Risiken aufgrund von IPOs von KI-Unternehmen

Der Mitbegründer von BitMEX, Arthur Hayes, schlug vor, dass der Verkauf von Aktien großer Technologieunternehmen nach Börsengängen die Dollar-Liquidität verringern und den Druck auf Bitcoin erhöhen könnte. Er schrieb darüber am 5. November in dem Essay D is for Dilution. Dies ist ein Szenario, keine begonnene Krise.
Warum Hayes die Freigabe von Aktien fürchtet
Hayes betrachtet SpaceX, Anthropic und OpenAI. Nach Börsengängen laufen die Beschränkungen für den Verkauf von Aktien durch Mitarbeiter und frühe Investoren aus. Der Anstieg des Streubesitzes könnte den Aktienkurs unter Druck setzen.
Für Anthropic berechnete Hayes ein Verwässerungsrisiko von 83 % bis Juni 2027. Die Freigabe zuvor ausgegebener Aktien entspricht jedoch nicht einer zusätzlichen Ausgabe und verringert nicht von selbst den Anteil bestehender Aktionäre. Die Berechnung hängt vom Datum des Börsengangs und zukünftigen Verkäufen ab.
Unter der Annahme einer Kapitalisierung von Anthropic von 1,5 Billionen Dollar kam Hayes auf eine Zahl von 1,245 Billionen Dollar an potenziellem Angebot. Dies ist Hayes' Modell, kein tatsächlicher Finanzierungsbedarf.
In dem S-1/A-Formular vom 2. November gab Anthropic Verpflichtungen zum Kauf von Rechenleistung und zur Anmietung von Infrastruktur im Wert von 895,4 Milliarden Dollar bekannt. Etwa 447,5 Milliarden Dollar sind für den Zeitraum bis Ende 2030 vorgesehen, der Restbetrag wird hauptsächlich bis 2045 verteilt. Dies sind keine einmaligen Ausgaben.
SpaceX führte bereits im Juni 2026 einen Börsengang durch. Hayes schlägt vor, dass bis Juni 2027 zusätzliche 8,6 Milliarden seiner Aktien zum Handel verfügbar werden könnten, aber dieses Verkaufsvolumen wird von dem Unternehmen nicht bestätigt. OpenAI hat einen vertraulichen Entwurf der Börsengangsdokumente eingereicht, aber die Bedingungen und das Datum des Angebots wurden nicht bekannt gegeben.
Wie Risiken im KI-Sektor mit BTC verbunden sind
Laut Hayes' Szenario wird ein Rückgang der Aktien es KI-Unternehmen erschweren, Schuldenfinanzierung zu erhalten. Banken könnten die Kreditvergabe reduzieren, und ein verlangsamtes Wachstum der Dollar-Liquidität könnte die Nachfrage nach risikoreichen Vermögenswerten, einschließlich BTC, schwächen.
„Ohne dramatische Veränderungen im Bild der Fiat-Liquidität wird Maelstrom am Spielfeldrand bleiben“, schrieb Hayes. Übersetzung: „Wenn sich die Fiat-Liquiditätssituation nicht signifikant ändert, wird Maelstrom am Spielfeldrand bleiben.“
Langfristig hält der Analyst eine Lockerung der Geldpolitik im Falle einer schweren Krise für möglich, die Bitcoin unterstützen könnte. Aber weder eine Krise noch die Maßnahmen der Zentralbanken sind vorbestimmt. Das Szenario kann anhand von Kreditraten, Bankaktivitäten und Aktienverkäufen bewertet werden.
Das Material dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keinen finanziellen Rat oder Empfehlung dar.





